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DAS LANDRATSAMT INFORMIERT - Orientierung im Gesundheitssystem stärken

Viele Menschen in Baden-Württemberg wissen nicht, an wen sie sich im Krankheitsfall wenden sollen. Ein neues Projekt von sieben Stadt- und Landkreisen – darunter der Stadt- und der Landkreis Heilbronn – soll das ändern. Ziel ist es, den Zugang zu medizinischer Hilfe einfacher und verständlicher zu machen.
 
Rund 80 Prozent der Menschen im Land haben laut einer Studie Schwierigkeiten, sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden. Oft ist unklar, wann der Weg in die Notaufnahme nötig ist, wann Hausärztin oder Hausarzt ausreichen oder wo es im Krisenfall schnelle medizinische Hilfe gibt. Die Folge sind Unsicherheiten bei den Betroffenen und eine unnötige Belastung einzelner Bereiche des Gesundheitssystems.
 
Erhebungen zeigen zudem, dass sich vor allem Menschen mit niedrigem Bildungsniveau und eingeschränkten finanziellen Ressourcen schlecht im Gesundheitssystem orientieren können. Hier setzt das Projekt „Navi-G - Kreisübergreifende Stärkung der navigationalen Gesundheitskompetenz in urbanen und ländlichen Räumen“ an, das am 1. Juli 2026 startet.
Das Ziel: Die Orientierung im Gesundheitssystem für alle Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.
 
Beteiligt sind die Landeshauptstadt Stuttgart, der Landkreis Lörrach, das Landratsamt Heilbronn, die Stadt Heilbronn, das Landratsamt Ludwigsburg, das Landratsamt Esslingen und das Landratsamt Emmendingen.
Gemeinsam untersuchen die Projektpartner zunächst, an welchen Stellen Menschen im Alltag Schwierigkeiten haben, den richtigen Weg durch das Gesundheitswesen zu finden. Auf dieser Grundlage entwickeln die Beteiligten konkrete Hilfen. Die Lösungen sollen sowohl im urbanen als auch im ländlichen Raum funktionieren.
 
Landrat Norbert Heuser betont: „Ziel des Projekts ist es, allen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu Gesundheits- und Unterstützungsangeboten zu erleichtern. Gemeinsam engagieren wir uns dafür, dass jeder schnell und unkompliziert die passende Unterstützungsleistung bekommt.“ Besonders am Herzen liegt Heuser die enge Kooperation mit weiteren Landkreisen und Städten in Baden-Württemberg. „Durch den Austausch von Erfahrungen und die Bündelung von Fachkompetenzen können wir die Gesundheitsversorgung langfristig und nachhaltig stärken.“
 
„Ein gut funktionierendes Gesundheitssystem braucht nicht nur eine gute medizinische Versorgung, sondern auch Orientierung. Wer im Krankheitsfall schnell den richtigen Ansprechpartner findet, erhält passgenaue Hilfe und gewinnt Sicherheit. Gleichzeitig können die vorhandenen medizinischen Angebote gezielter genutzt und unnötige Belastungen einzelner Versorgungsbereiche vermieden werden. Dass wir dieses Projekt gemeinsam mit mehreren Stadt- und Landkreisen umsetzen, bietet eine gute Chance, Erfahrungen zu bündeln und praxistaugliche Lösungen zu entwickeln, von denen die Menschen in unserer Region unmittelbar profitieren“, so Oberbürgermeister Harry Mergel.
 
Das Vorhaben wird durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln des Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst finanziert und bis Ende 2028 umgesetzt. Das Projekt verbindet städtische und ländliche Perspektiven und schafft einen Rahmen, in dem Erfahrungen gebündelt und praktikable Lösungen über Kreisgrenzen hinweg nutzbar gemacht werden. Begleitet wird das Vorhaben durch gemeinsame Steuerungsstrukturen, fachliche Expertise und eine fortlaufende Evaluation. Die Ergebnisse sollen nicht nur den beteiligten Kreisen zugutekommen, sondern auch auf weitere Regionen übertragbar sein.
 

Kontakt

Stadtverwaltung Neudenau

Hauptstraße 27
74861 Neudenau

Tel.: 06264 92780-0
Fax: 06264 92780-49

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