Rentenversicherung verbindet Stabilität mit Innovationskraft Reha-Budget muss demografischen Herausforderungen Rechnung tragen
Während die Neuausrichtung der Sozialversicherungssysteme und dabei allen voran die der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland auf dem Prüfstand steht, veröffentlicht die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg (DRV BW) anlässlich der Vertreterversammlung in Karlsruhe ihren Geschäftsbericht 2025. Damit gibt sie ganz konkrete Einblicke in die Wirkungsweise der DRV als Regionalträgerin vor Ort im Land. „Wir verbinden in Baden-Württemberg Stabilität und Innovationskraft, ganz im Interesse unserer Versicherten, der Unternehmen und der gesamten Gesellschaft“, betont Karoline Bauer, alternierende Vorstandsvorsitzende der DRV BW.
Die DRV BW begleitet Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenslagen. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten, eines spürbaren Fachkräftemangels und des demografischen Wandels wächst der Bedarf an individueller Beratung und passgenauer Unterstützung. Die Zahlen zeigen: Die Anforderungen an eine moderne Rentenversicherung wachsen – ebenso wie die Verantwortung, individuelle Lösungen anzubieten. Die DRV BW ist dafür personell und strategisch gut aufgestellt und setzt auf eine Verbindung aus digitalem Service und Präsenz in den Regionen. Die Stabilität und Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung politisch langfristig zu sichern ist wichtiger denn je.
Gestaltungspotenzial bei der Demografie liegt beim Faktor Mensch
An den Parametern Geburtszahl und Lebenserwartung lässt sich mit politischem Willen wenig gestalten, um die Auswirkungen der Demografie abzufedern. Enormes Gestaltungspotential liegt hingegen in den Faktoren, die es Menschen ermöglichen, lange einer wertschöpfenden, sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachzugehen. Es sind die Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen, die auf den Erhalt der Gesundheit und Erwerbsfähigkeit Einfluss nehmen.
Die Entwicklung der Antragszahlen unterstreicht dieses Potential und die darin enthaltene Dynamik. Ein Blick in den Geschäftsbericht 2025 der DRV BW zeigt: Die Anträge für das Präventionsprogramm RV Fit stiegen im Jahr 2025 um 24,4 Prozent, die auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nahmen um 5,1 Prozent zu.
Budget für Präventions- und Rehabilitationsleistungen muss erhöht werden
Die Antragszahlen belegen, dass Menschen Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen und mitgestalten möchten. Die Erwerbschancen durch Rehabilitation können um 15 bis 20 Prozentpunkte gesteigert werden. „Wir wissen, dass ohne die Rehabilitation die Zahl der aufgrund von Erwerbsminderung aus dem Job Ausscheidenden heute dreimal so hoch wäre. Und jeder Euro, der in die Rehabilitation investiert wird, bringt der Gesellschaft einen Nutzen von rund fünf Euro zurück“, hebt Uwe Hildebrandt, alternierender Vorsitzender der Vertreterversammlung, hervor.
Die Leistungen der DRV müssen aber auch mit ausreichendem Budget hinterlegt sein, damit sie ankommen und Wirkung entfalten können. „Sozialpolitische Weichenstellungen aufgrund demografischer Herausforderungen dürfen sich nicht nur auf die Rente beschränken, sondern müssen ebenfalls der Finanzierung von Präventions- und Rehabilitationsleistungen ausreichend Rechnung tragen“, so Bauer.
Weitere Informationen zum Geschäftsjahr 2025 können dem Geschäftsbericht der DRV BW unter www.drv-bw.de/gb entnommen werden.
Hintergrundinformation
Die DRV Baden-Württemberg ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit demokratischer Selbstverwaltung, also keine unmittelbare staatliche Behörde. Die Vertreterversammlung ist das „Parlament“ der DRV. Versicherte, Rentner und Arbeitgeber haben über ihre gewählten Repräsentanten dort und im Vorstand ein maßgebliches Mitspracherecht bei der DRV Baden-Württemberg. Die Vertreterversammlung besteht aus jeweils 15 Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitgeber und Versicherten. Sie werden bei der Sozialwahl gewählt.
Kontakt
Stadtverwaltung Neudenau
Hauptstraße 27
74861 Neudenau
Tel.: 06264 92780-0
Fax: 06264 92780-49








